Leistungsspektrum

Aussageanalysen

Prüfverfahren zur Glaubhaftigkeit von Aussagen.

Fachexpertise bei Neonatiziden

Kindstötung innerhalb der ersten 24 h nach Geburt.

Fallanalysen

Rekonstruktion des Tatablaufes, Beurteilung des Täterhandelns, Erhebung von Tatmotivation, Charakteristik der Täter-Opfer-Beziehung, Versionenbildung.

Täterprofilerstellung

Zusammenstellung von Persönlichkeitsmerkmalen und weiteren Kriterien als Hilfsmittel zur Ermittlung eines noch unbekannten Täters.

Blutverteilungsmusteranalyse

Rechtsmedizinische Beurteilung von Form, Länge, Breite, Richtung, Fallhöhe oder Flugbahn von Blutspritzern am Tatort mit dem Ziel, den Tatablauf zu erfahren und Hinweise auf das Tatwerkzeug zu erlangen. Prüfung, ob Angaben des Täters mit tatsächlichen Tatablauf übereinstimmen.

Tatortanalyse

Beurteilung des Planungsgrades einer Tat, Bewertung des Vor- und Nachtatverhalten des Täters, Entdeckungsrisiko, Opferauswahl bzw. Charakteristik der Täter-Opfer-Beziehung. Tatortanalyse und Tathergangsanalyse werden üblicherweise nicht getrennt voneinander betrachtet.

Untersuchung bei Verdacht auf Vortäuschung

Die Vortäuschung einer Straftat ist nach § 145 d StGB strafbar. Dazu zählen beispielsweise erfundene Sexualstraftaten. Verdachtsfälle können hinreichend analysiert werden.

Fachvorträge

Vorträge und Präsentationen über wichtige Themen aus den Bereichen Kriminologie und Psychologie sollen Interessierten die Möglichkeit bieten, Wissen zu vertiefen und praxisrelevante Informationen zu erlangen.

Untersuchung ungeklärter Altfälle

Ein neuer Blick auf bislang ungeklärte Taten in Kombination mit einer Perspektivenerweiterung durch interdisziplinäre Zugänge kann manchmal auch nach vielen Jahren den entscheidenden Hinweis liefern.

Rechtsmedizinische Beurteilung

Forensisch-medizinische Beurteilung von Fragestellungen im Zusammenhang mit Glaubhaftigkeitsbeurteilungen, Begutachtungskunde, Interpretation von Spuren und Verletzungsbildern.

Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten

Wissenstransfer hat einen hohen Stellenwert. Deswegen begleitet das Institut bei Bedarf auserwählte Forschungsvorhaben.

Tathergangsanalyse

Rekonstruktion von Tatabläufen, hierbei können u.a. Aussagen zur Charakteristik der Tat sowie zur Täterpersönlichkeit getroffen werden.

Thematische Schwerpunkte

Untersuchung ungeklärter Altfälle

Das Institut erbringt ein breites Spektrum an Leistungen. Neben Aussageanalysen und Fallanalysen wird die Untersuchung von "Cold Cases" angeboten. Auch nach vielen Jahren kann ein neuer Blick auf ungeklärte Altverfahren einen Erkenntnisgewinn liefern. Für die anzustrebende Perspektivenerweiterung durch den interdisziplinären Ansatz sind vor allem Fallanalysen zu favorisieren.

Untersuchung bei Verdacht auf Vortäuschung

Zu unserem Leistungsspektrum zählt auch die Analyse von angezeigten Verbrechen, die eventuell bewusst vorgetäuscht sein könnten. Hierunter können u.a. Sexualdelikte bzw. sexueller Missbrauch fallen. Das Vortäuschen einer Straftat wird nach § 145 d StGB geahndet. Eine Falschbezichtigung einer Person kann fatale Folgen aufweisen. Aus diesem Grund sollten alle Mittel der Wahrheitsfindung ausgeschöpft werden. Im Ermittlungs- und Gerichtsverfahren werden be- und entlastende Beweismomente eingebracht. Damit hat auch die angeschuldigte Person das Recht auf eine objektive Untersuchung der Anschuldigungen. Hierbei steht einzig und allein die Ermittlung der Wahrheit im Mittelpunkt. Unabhängig davon kann die Behauptung eines Verbrechens, das sich in der Realität nicht zugetragen hat, die Kriminalitätsfurcht in der Gesellschaft unnötig steigern.

Fachexpertise bei Neonatiziden

Im Bundesgebiet passieren jährlich ca. 30 bis 40 Neonatizide (Hellfeldbetrachtung). Hierunter ist die Tötung des eigenen Kindes in den ersten 24 h nach der Geburt zu verstehen. Die Taten werden in der Regel durch die Kindsmutter verübt. Häufig gelingt den Ermittlungsbehörden eine relativ zeitnahe Ermittlung der Täterin. In den Fällen, wo noch keine Kindsmutter ermittelt wurde, bietet das Institut eine Ermittlungsunterstützung an. Die Untersuchung von Neonatiziden ist Schwerpunktgebiet von Q118. Es fällt in den Bereich von Frau Dr. Bettina Goetze, die hierzu eine Promotionsarbeit verfasst hat.

Wissenschaftliches Arbeiten

Das Institut betreut und begleitet Forschungsvorhaben, die kriminologische oder kriminalpsychologische Themen zum Inhalt haben. Erfolgreiche Forschung basiert auf Kompetenz. Q118 ist daran interessiert, dass nutzbringende Ergebnisse zu Tage gefördert werden. Deshalb engagiert sich das Team aktiv in wissenschaftlicher Arbeit. Die Beteiligung an neuen, seriösen Forschungsprojekten ist ausdrücklich erwünscht. Weiterhin stellt das Leisten von Vernetzungsarbeit eine wichtige Aufgabe dar. Vor diesem Hintergrund hat auch der Wissenstransfer einen hohen Stellenwert. Deshalb bieten wir Fachvorträge mit besonderem Fokus auf o.g. Themenfelder an. Diese Vorträge richten sich vorrangig an Universitäten sowie die FH Pol der Länder.

"Durch das Institut, das seinen Wirkungskreis vor allem in Mitteldeutschland hat, gelingt es nicht nur, die neuen Länder um einen wichtigen forensischen Zweig zu erweitern, sondern auch Delikte durch alternative Methoden zu beleuchten.

Anerkennende Glückwünsche

von Lothar Schirmer."

Kriminalrat a.D.

Dr. Norbert Beck

Facharzt für Rechtsmedizin

Dr. Bettina Goetze und Rhett Talarowski

bei einer Tathergangsanalyse